Dschungelcamp: Alle Jahre wieder – Die Medien-Nutten

Es gibt Massen von Blogs, die sich in der Regel einem bestimmten Thema widmen. Meist, weil es deren Hobby ist, immer öfter aber, um damit Geld zu verdienen. Das ist ja völlig legitim. Aber wehe, das Dschungelcamp ruft auf zum Massen-Ekel! Dann brechen die meisten Blogger ihren Codex “ich schreibe nur über mein Projekt” und lästern mit der breiten Masse über das teuerste Zeltlager im deutschen Fernsehen!

Egal, ob das ein SEO-Projekt ist, ein eBook-Blog oder der Musiker, der sich mieten lässt: Alle haben was dazu zu sagen. Aktuell ist es hipp, über “Sarah Dingens” zu schreiben. Das passiert aber nicht, weil man dazu wirklich was zu sagen hätte, sondern eher deshalb, weil jeder ein Stück vom Traffic-Kuchen haben möchte und “Sarah Dingens” eine der Topsuchen bei Google ist. Sogar Dorfdisco-DJ’s haben sich der Knappik angenommen und einen s.g. “Clubmix” von “Duck Sauce” aufbereitet.  Der ist allerdings sowas von grottenschlecht, das mir schon nach 20 sek. der Mauszeiger in Richtung “mag ich nicht” verrutscht ist.

Natürlich ist das “Dschungelcamp” ein mediales Ereignis, das sogar “seriöse” Talkshows wie “Kerner” als Lead-In benutzen, um bei den Quoten nicht ganz bescheuert dazustehen oder Psychologen-Geschwafel bei “Spiegel-TV“, wenn RTL die Camp-Kameras laufen lässt. Aber in diesem Fall “prostituieren” sich diese Shows für die Quote ebenso wie der Blogger, der endlich mal ein paar Besucher mehr einsammeln kann. Zwar am Blog-Thema vorbei aber egal …

Das Blogger-Outing “normalerweise gucke ich sowas ja nicht, aber jetzt muss ich auch mal meinen Senf dazu abgeben” ist schon recht putzig, zeigt es doch, wie nötig manche Blogger Besucher haben und evtl. vereinsamen, weil das nunmal “Trending-Topic” ist. Am Ende wird nur schon dagewesenes zitiert und eine eigene Meinung ist selten zu erkennen. Apropos “Trending Topic”: Bei Twitter war der hashtag #ibes ganz gross und täglich in den führenden Themen auf Twitter. Auch da haben sich Dramen abgespielt bei den sonst so elitären Twitterern. “Wenn ich nocheinmal in meiner Timeline #ibes lese, entfolge ich dir!“. Apokalyptische Folgen! Andere Intelligenzbestien brüskierten sich mit “in Ägypten ist Krieg und in Deutschland ist #ibes Trending Topic“. Warum zum Teufel taggt der dann nicht #Ägypten statt #ibes? Weils sein Gesülze sonst keiner liest! Besonders Interessant nach dem Dschungelcamp war auch jedesmal, das Leute, die sich vorher künstlich aufgebläht haben wegen der Sendung, dann direkt zu “Domian” gezappt haben und das plötzlich toll fanden. Sensationsgeilheit und das Amüsieren an dem Leid anderer kann ja soviele Facetten haben ;-)

Unterschwelliges Mitläufertum hat man also in den letzten Tagen genug gesehen und jetzt hopp hopp liebe Blogger: Back to the Roots ;-)

Wer jetzt meint, das ich ja auch so einer bin: Ich schreibe in mehreren Themenblogs und auf keinem ist ein Dschungelcamp-Artikel erschienen, nur hier. Vielleicht will ich auch einfach nur ein bischen Traffic oder vielleicht will ich auch nur polarisieren ;-) sucht euch was aus …

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